Donnerstag, 13. August 2026

Sonnenfinsternis 2026

 

Wir haben die Sonnenfinsternis 2026 in Bonn erlebt, und zwar auf der rechten Rheinseite am Stadtrand von Beuel. An einer geeigneten Stelle mit freiem Blick über das Feld und über die Stadt nach Westen hatten sich viele Menschen versammelt. Einige machten Picknick, einige lagerten einfach auf Decken. Viele hatten Campingstühle mitgebracht. Bei klarem Himmel und heißen, sommerlichen Temperaturen war das Ereignis für viele ein Fest. Ich beobachtete ein paar Menschen, die wie gebannt, mit Schutzbrillen versehen, das gesamte Himmelsschauspiel von Anfang bis Ende betrachteten und sich nicht von der Stelle rührten. Ein unwissender Beobachter hätte meinen können, hier finde eine Art Sonnenkult statt. Die untergehende Abendsonne warf lange Schatten, die an steinzeitliche Höhlenzeichnungen erinnerten



(Die Fotos sind privat und dürfen nicht verwertet werden)


Donnerstag, 6. August 2026

Frieden an der Ostsee

 

Auf meiner Reise an der Ostsee kam ich durch die alte Universitätsstadt Greifswald und durch Warnemünde.
Am Dom in Greifswald hängt das bekannte Friedensplakat mit dem Bibelwort „Schwerter zu Pflugscharen“. Und in Warnemünde kam ich mit Aktivisten der Friedensinitiative „Eine Million Stimmen für den Frieden“ ins Gespräch.
Unsere Regierung rüstet massiv auf und spricht von „Kriegstüchtigkeit“. Aktuelle Verletzungen des Völkerrechts durch die Hegemonialmacht USA und Israel seien „komplex“.
Bemerkenswert, dass es im Osten noch gegenläufige Stimmen:

Zitat:

„Machen wir Deutschland zum Friedens- und Diplomatieland Nr. 1 auf der Welt!

In einem ersten Schritt fordern wir:

Erstens, keine Lieferung von Geld, Waffen Und Rüstungsgütern in Kriegs- und Krisengebiete.

Zweitens, ein Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland.

Drittens, keine Stationierung neuer und atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Alle Atomwaffen raus aus Deutschland.

Viertens, ein Verbot von Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda in allen Presse- und Medienorganen, besonders aber in den öffentlich-rechtlichen Medien. Deutschland muss nicht „kriegstüchtig“ werden.

Fünftens, ein klares Nein, zu einer schuldenbasierten Aufrüstung und Kriegswirtschaft in unserem Land.

Sechstens, keine Agitations- Präsentations- und Werbearbeit der Bundeswehr an unseren Schulen.

Stimmen wir gemeinsam für den Frieden! Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?“  Ende des Zitats.


Samstag, 11. Juli 2026

Trainspotter



Auf meiner Radtour ging der Weg bei Linz am Rhein an der rechtsrheinischen, stark befahrenen Bahnstrecke entlang. Drei jugendliche Jungen hatten ihren Fotoapparat mit Stativ aufgebaut.

“Habt ihr hier eine Radarfalle“, fragte ich scherzhaft. Nein, sie pflegten das schöne Hobby des Trainspottings.

Es gibt viele verschiedene Typen von Zügen und Lokomotiven. Jeder vorbeifahrende Zug hat etwas Besonderes.Deshalb wird fotografiert, gefilmt und ins Internet hochgeladen.

Der niederländische Trainspotter Tim hat auf seinem YouTube- beziehungsweise Instagramkanal eine schöne Sammlung von Video-Clips ausgestellt. 

In unserer Zeit des flüchtigen Hinsehens und des oberflächlichen Wahrnehmens lohnt es sich, nach dem Prinzip der Achtsamkeit das Besondere zu suchen. Trainspotter Tim hat in seiner Sammlung auf den Pfeiftönen der Loks einen Schwerpunkt gelegt: Die Pfiffe der Loks.

Das ist wahrhaft eine Fundgrube für moderne Komponisten. Hier gibt es ungewöhnliches Tonmaterial aus der Alltagswelt. Wer weiß, wann ein Tonkünstler daraus seine besondere Sinfonie gestaltet?

Danke, Tim! Ich hatte meine besondere Freude beim Anschauen einiger historischer Dampfloks, weil sie mich an meine erste Fahrt mit der Eisenbahn in den fünfziger Jahren erinnerten.

Tip zum Googeln: Trainspotter_Tim



Sonntag, 5. Juli 2026

Mit dem Traktor


Auf der Kirmes in Niederholtorf gab es eine kleine Ausstellung von Oldtimer-Traktoren. Solche Traktoren aus deutscher Produktion, hier ein Fendt, 12 PS, aus dem Jahre 1954, lösten damals auf den Bauernhöfen die Kuh- und Pferdegespanne ab. Das habe ich auf dem Hof der Großeltern im nordhessischen Dehausen selbst erlebt. Bezeichnenderweise tragen die Fendt-Traktoren von damals die Markenbezeichnung „Dieselross“.

Übrigens, der heutige Fendt Standard Traktor hat 550 PS. Und das diesjährige Treffen für Fans der historischen Dieselrösser findet am kommenden Wochenende im Allgäu statt:

Fendt Dieselross-Treffen 
Samstag, 11. Juli 2026 
Fendt Forum, Micheletalweg 14 
87616 Marktoberdorf


Mittwoch, 1. Juli 2026

Durst wie eine Zicke

Bei diesen sommerlichen Temperaturen (Ende Juni 2026: bis 40 Grad C) gibt es großen Durst. Mit dem Elektrorad war ich, von Rottbitze kommend, im schönen Hallerbachtal zur Wied. 

Ein Radweg-Wegweiser lockte mich vom Navi weg auf eine Gebirgsstrecke, wo gerade ein Bauer mit seinem Traktor stand. Er brachte seinen Ziegen am Berghang Wasser. 

Da schrie eine kleine Ziege recht jämmerlich, und er sagte auf seine raubeinige Art: „Nach nicht so’n Krach! Ich weiß schon, du kriegst was Besonderes. Ja, ja, Deine Flasche Bier habe ich dabei.“

Lachend  zog er ein Fläschchen mit Milch hervor, ging zu dem schreienden Tier, das seine Mutter verloren hatte, und gab ihm seine Babynahrung