Freitag, 4. September 2026

Ein Fest am Weiher


Heisterbacherrott, ein Stadtteil von Königswinter bei Bonn, besitzt einen schönen Weiher. Er gehört zu einer kleinen Parkanlage neben einem ehemaligen Gutshof, in dem heute das Haus Schlesien untergebracht ist – ein Museum, das an die Vertreibung von Millionen Deutschen nach 1945 erinnert.

Heisterbacherrott, ein Stadtteil von Königswinter bei Bonn, hat einen schönen Weiher. Er gehört zu einer kleinen städtischen Parkanlage neben einem ehemaligen Gutshaus. (Heute das Haus Schlesien mit Museum zur Erinnerung an die Vertreibung von Millionen Deutscher nach 1946.) Am Sonntag radelte ich direkt auf das Parkgelände zu. Blasmusik erklang, und das Bierzelt füllte sich allmählich. Kinder tobten auf einer Hüpfburg oder drehten verzaubert ihre Runden auf einem kleinen Karussell. Zwei Einsatzfahrzeuge – eines der Freiwilligen Feuerwehr, das andere vom Technischen Hilfswerk – präsentierten ihre Ausrüstung. Außerdem versorgten sie eine Pumpe im Weiher mit Energie, sodass eine prächtige Fontäne in den Himmel stieg. Dahinter bummelten Familien über einen Flohmarkt.

Für Speisen und Getränke sorgten die örtlichen Vereine – alles ehrenamtlich. Zur Deckung der Kosten werden an einer zentralen Kasse Wertbons verkauft.

Ich kaufte Bons im Wert von zehn Euro und erhielt dafür genau Folgendes: eine Bratwurst mit Brötchen, ein kleines Bier (0,2 Liter), ein Stück Mohnkuchen und eine Tasse Kaffee.

Die Blasmusik spielte  fast ohne Pause.  Ein Fest der Vereine für jung und alt, das Freude machte. Das Weiherfest in Heisterbacherrott.


Donnerstag, 27. August 2026

Mitten im Wald: Kaputt!

 


Die Bonner Gruppe des ADFC lädt dienstags zu Tagestouren ein. Wir waren 30 Teilnehmer mehrheitlich Ü 70. Die meisten haben ein E-Bike. Die Fahrt ging durchs Siegtal nach Troisdorf, ein Stück entlang der Agger und dann durch die Wahner Heide.

Mitten im Wald passierte es: ich fuhr über einen Ast. Der sprang hoch, Schlug in die Speichen des Hinterrad und zerbrach das Schalt-Auge der Kettenschaltung, sodass die Mechanik am Hinterrad samt Fahrradkette herunterbaumelte. Ende der Fahrt. Ein freundlicher Kamerad zog mich ein Stück mit, während ich auf meinem Rad ohne Antrieb saß. Dann: Schieben bis zur Autostraße in der Nähe. 

In einer Parkbucht habe ich das Fahrrad angeschlossen. Da hält ein Wagen und nimmt mich mit bis nach Köln-Wahn zum Gasthaus Helenenhof.  Die Gruppe ist schon da, das Essen wird gerade bestellt. Wir  genießen das Essen auf der Terrasse des schönen Lokals am Waldrand.

Für mich ist der Ausflug zu Ende. Mein Sohn holt mich mit meinem defekten Fahrrad ab. Wir nehmen das Vorderrad heraus und packen es in den Kofferraum unseres kleinen E-Autos.

Trotz Panne hatte ich einen schönen Ausflug erlebt. Die Tour war gut geführt, die Menschen waren freundlich, gesprächig, offen und hilfsbereit. Freuen wir uns auf eine der nächsten Dienstagstouren!



Dienstag, 18. August 2026

Nach Heiligendamm

 


Ein Urlaub an der Ostsee in Warnemünde muss natürlich auch einen Besuch des alten Seebades Heiligendamm enthalten.

Das Grand Hotel Heiligendamm liegt direkt am Strand. In diesem Hotel fand bekanntlich im Jahre 2007 unter der Präsidentschaft der damaligen Bundeskanzlerin Merkel der G8 Gipfel statt. Damals noch mit der Teilnahme des russischen Präsidenten Putin.

15 000 Polizisten und Soldaten der Bundeswehr und ein gewaltiger Absperrzaun schützten die Teilnehmer vor protestierenden Globalisierungskritikern.

Von den verhandelten Themen mit etwas vagen Ergebnissen zu den Punkten

a) Schutz des Klimas

b) Entwicklungshilfe für Afrika und

c) Verantwortung fürSicherheit in der Welt

ist auf der weltpolitischen Bühne heute nur wenig übrig geblieben.

Eine Freude für die Touristen ist die nostalgische Kleinbahn „Molly“, die ganz spektakulär mit Dampflok aus dem nahegelegenen Bad Doberan angepustet kommt. Die Einheimischen wissen, dass die vakante Stelle des Heizers nur mit einer Fachkraft aus Indien besetzt werden konnte 
Das nachfolgende Video sollte für alle Eisenbahnfreunde ein Genuss sein, vor allem der Sound, der nach dem typischen Getöse der Dampflok in das Rattern der einlaufenden Waggons übergeht und allmählich immer schwächer wird.


es

Donnerstag, 13. August 2026

Sonnenfinsternis 2026

 

Wir haben die Sonnenfinsternis 2026 in Bonn erlebt, und zwar auf der rechten Rheinseite am Stadtrand von Beuel. An einer geeigneten Stelle mit freiem Blick über das Feld und über die Stadt nach Westen hatten sich viele Menschen versammelt. Einige machten Picknick, einige lagerten einfach auf Decken. Viele hatten Campingstühle mitgebracht. Bei klarem Himmel und heißen, sommerlichen Temperaturen war das Ereignis für viele ein Fest. Ich beobachtete ein paar Menschen, die wie gebannt, mit Schutzbrillen versehen, das gesamte Himmelsschauspiel von Anfang bis Ende betrachteten und sich nicht von der Stelle rührten. Ein unwissender Beobachter hätte meinen können, hier finde eine Art Sonnenkult statt. Die untergehende Abendsonne warf lange Schatten, die an steinzeitliche Höhlenzeichnungen erinnerten



(Die Fotos sind privat und dürfen nicht verwertet werden)


Donnerstag, 6. August 2026

Frieden an der Ostsee

 

Auf meiner Reise an der Ostsee kam ich durch die alte Universitätsstadt Greifswald und durch Warnemünde.
Am Dom in Greifswald hängt das bekannte Friedensplakat mit dem Bibelwort „Schwerter zu Pflugscharen“. Und in Warnemünde kam ich mit Aktivisten der Friedensinitiative „Eine Million Stimmen für den Frieden“ ins Gespräch.
Unsere Regierung rüstet massiv auf und spricht von „Kriegstüchtigkeit“. Aktuelle Verletzungen des Völkerrechts durch die Hegemonialmacht USA und Israel seien „komplex“.
Bemerkenswert, dass es im Osten noch gegenläufige Stimmen:

Zitat:

„Machen wir Deutschland zum Friedens- und Diplomatieland Nr. 1 auf der Welt!

In einem ersten Schritt fordern wir:

Erstens, keine Lieferung von Geld, Waffen Und Rüstungsgütern in Kriegs- und Krisengebiete.

Zweitens, ein Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland.

Drittens, keine Stationierung neuer und atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Alle Atomwaffen raus aus Deutschland.

Viertens, ein Verbot von Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda in allen Presse- und Medienorganen, besonders aber in den öffentlich-rechtlichen Medien. Deutschland muss nicht „kriegstüchtig“ werden.

Fünftens, ein klares Nein, zu einer schuldenbasierten Aufrüstung und Kriegswirtschaft in unserem Land.

Sechstens, keine Agitations- Präsentations- und Werbearbeit der Bundeswehr an unseren Schulen.

Stimmen wir gemeinsam für den Frieden! Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?“  Ende des Zitats.