Samstag, 11. April 2026

Bombennacht im Interview der FAZ mit Regisseur Tragelehn

 Die FAZ hat heute ein Interview mit dem Theaterregisseur B.K. Tragelehn veröffentlicht. Darin findet sich sein Erlebnis der Bombennacht von Dresden 1945.  Das Grauenvolle dieser Nacht - ein monumentales Kriegsverbrechen - scheint kein Ende zu nehmen, weil in unseren Tagen ähnliche Erlebnisse der Menschen  in Gaza, im Libanon, im Iran und seltener in Israel zu berichten sind.

 „Wenn der Bombenalarm kam, musste man fünf Treppen runter in den Keller, das war ich gewohnt: Wie man aus dem ersten Schlaf gerissen wurde, runter musste, dann rumsaß, döste, mitunter herrschte da durchaus eine muntere Stimmung. Auch an diesem Tag ging das so los, wir saßen unten im Keller, scherzten, aber auf einmal hörte man Flugzeuge – und zwar viele. Dann kamen die ersten Einschläge, die Bomben fielen zuerst in der Stadtmitte und kamen dann immer näher, bis sie zu unserem Häuserviertel kamen. In unserer Straße gab es zwei Volltreffer, um die Ecke, wo der Milchladen war, und eine direkt hinter unserem Haus, da schwankten die Wände, aber uns ist wie durch ein Wunder nichts passiert. Also sind wir raus, haben eine Weile im Sandkasten mitten auf dem Dürerplatz gesessen, ringsherum brannte alles. Wir sind dann die Straße hoch, wollten eigentlich zum Haus einer Tante, sind aber nicht weit gekommen, denn da kam schon der zweite Beschuss. Alle Keller waren überfüllt, aber irgendwo kamen wir knapp unter. Ich erinnere mich noch, wie wir später aus dem Keller rauswollten, aber die Tür schwer aufzukriegen war – nicht weil sie zugeschlossen gewesen wäre, sondern weil von draußen ein ungeheurer Feuersturm so auf die Tür drückte, dass sich mehrere Männer gegen die Tür stemmen mussten. Das Haus meiner Tante war völlig in den Boden gebombt, nichts war mehr übrig. Also sind wir in einer Turnhalle hinter einer brennenden Schule untergekommen, da haben wir bis zum Morgen gesessen und unsere Heimatstadt im Flammenmeer untergehen gesehen.“

In Deutschland ist das kollektive Gedächtnis noch vorhanden. Man weiß noch, wie die  Vernichtung einer Zivilisation geht und wie sich das Leben in den Bombardements der Hölle anfühlt.



Donnerstag, 9. April 2026

Frieden Made in USA

Als gestern die Nachricht kam, dass die USA und Israel mit dem Iran ein Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt hätten und die Waffen 14 Tage  schweigen würden,machte ich einen Besuch in Köln.

Am Neumarkt sah ich in der romanischen Kirche Sankt Aposteln ein von den Gläubigen aufgestelltes Kreuz mit internationaler Beschriftung: Frieden. Ich ging weiter zum Dom. Die Mittagstlocke schlug 12:00 Uhr, und im Dom begann der tägliche Gebetsgottesdienst für den Frieden in der Welt. Ich hörte eine eindrucksvolle Predigt, die sich auf überzeugende Weise sowohl an die Gläubigen als auch an alle Besucher des Doms und an die Zuhörer und Zuschauer an den Medien richtete.


Am Kiosk nahe beim Dom sah ich dieses historische Foto:

Und ich erinnerte mich an Erzähltes und verglich immer wieder die Bilder aus dem Nahen Osten.

Dienstag, 10. Februar 2026

Karneval bei uns

 In unserem Veedel sehe ich am Giebel eines Wohnhauses dieses schöneTransparent:



Dazu passt der Karnevalschlager: „Wenn dat Trömmelche jeht, dann stonn we all parat…“

https://m.youtube.com/watch?v=AMnlpZtEEpY&list=RDAMnlpZtEEpY&start_radio=1&pp=oAcB

Freitag, 26. Dezember 2025

Der Pulverkopp weiß es





Der Korbacher Nachtwächter weiß etwas:


Der Nachtwächter in der nordhessischen Stadt Korbach kennt offenbar meinen Roman „Der Pulverkopp“ bei Amazon und Thalia.


Inhalt:
„Aus der Fußgängerzone einer nordhessischen Kleinstadt wird die große Bronzestatue eines historischen Nachtwächters gestohlen. Ein Schrotthändler vom Balkan wird tot aufgefunden. Die Polizei ermittelt wegen Mordes und gegen Tatverdächtige des organisierten...“

Samstag, 13. Dezember 2025

Wim Wenders über Amerika

 

Foto: Sauerkraut Factory, Wim Wenders

Gestern war ich in der Bundeskunsthalle in Bonn. Ich besuchte  die Ausstellung über den Fotografen und Filmemacher Wim Wenders.

Mir fiel der folgende Text vonWenders auf, der seine Abkehr von Amerika beschreibt:

Schon früh wurde Wim Wenders von Amerika

beeinflusst. Er mochte Musik, Western und Krimis aus den USA. Das Land stand für Freiheit und große Träume.(…) Dort erlebt er, dass Hollywood eine Filmindustrie ist. Das gefällt ihm nicht. (…)

Wenders merkt, dass der amerikanische Traum erfunden und künstlich ist. Vielen geht es nur um sich selbst und ums Geld.

Wim Wenders' Filme ändern sich. Sie zweifeln an den USA. In DAS ENDE DER GEWALT und in LAND OF PLENTY geht es um Überwachung und Krieg. Das Verhältnis zu Amerika ist schwieriger geworden.



(Die beiden Fotos und den Text habe ich in der Bundeskunsthalle Bonn kopiert und übernommen.)