Donnerstag, 27. August 2026

Mitten im Wald: Kaputt!

 


Die Bonner Gruppe des ADFC lädt dienstags zu Tagestouren ein. Wir waren 30 Teilnehmer mehrheitlich Ü 70. Die meisten haben ein E-Bike. Die Fahrt ging durchs Siegtal nach Troisdorf, ein Stück entlang der Agger und dann durch die Wahner Heide.

Mitten im Wald passierte es: ich fuhr über einen Ast. Der sprang hoch, Schlug in die Speichen des Hinterrad und zerbrach das Schalt-Auge der Kettenschaltung, sodass die Mechanik am Hinterrad samt Fahrradkette herunterbaumelte. Ende der Fahrt. Ein freundlicher Kamerad zog mich ein Stück mit, während ich auf meinem Rad ohne Antrieb saß. Dann: Schieben bis zur Autostraße in der Nähe. 

In einer Parkbucht habe ich das Fahrrad angeschlossen. Da hält ein Wagen und nimmt mich mit bis nach Köln-Wahn zum Gasthaus Helenenhof.  Die Gruppe ist schon da, das Essen wird gerade bestellt. Wir  genießen das Essen auf der Terrasse des schönen Lokals am Waldrand.

Für mich ist der Ausflug zu Ende. Mein Sohn holt mich mit meinem defekten Fahrrad ab. Wir nehmen das Vorderrad heraus und packen es in den Kofferraum unseres kleinen E-Autos.

Trotz Panne hatte ich einen schönen Ausflug erlebt. Die Tour war gut geführt, die Menschen waren freundlich, gesprächig, offen und hilfsbereit. Freuen wir uns auf eine der nächsten Dienstagstouren!



Dienstag, 18. August 2026

Nach Heiligendamm

 


Ein Urlaub an der Ostsee in Warnemünde muss natürlich auch einen Besuch des alten Seebades Heiligendamm enthalten.

Das Grand Hotel Heiligendamm liegt direkt am Strand. In diesem Hotel fand bekanntlich im Jahre 2007 unter der Präsidentschaft der damaligen Bundeskanzlerin Merkel der G8 Gipfel statt. Damals noch mit der Teilnahme des russischen Präsidenten Putin.

15 000 Polizisten und Soldaten der Bundeswehr und ein gewaltiger Absperrzaun schützten die Teilnehmer vor protestierenden Globalisierungskritikern.

Von den verhandelten Themen mit etwas vagen Ergebnissen zu den Punkten

a) Schutz des Klimas

b) Entwicklungshilfe für Afrika und

c) Verantwortung fürSicherheit in der Welt

ist auf der weltpolitischen Bühne heute nur wenig übrig geblieben.

Eine Freude für die Touristen ist die nostalgische Kleinbahn „Molly“, die ganz spektakulär mit Dampflok aus dem nahegelegenen Bad Doberan angepustet kommt. Die Einheimischen wissen, dass die vakante Stelle des Heizers nur mit einer Fachkraft aus Indien besetzt werden konnte 
Das nachfolgende Video sollte für alle Eisenbahnfreunde ein Genuss sein, vor allem der Sound, der nach dem typischen Getöse der Dampflok in das Rattern der einlaufenden Waggons übergeht und allmählich immer schwächer wird.


es

Donnerstag, 13. August 2026

Sonnenfinsternis 2026

 

Wir haben die Sonnenfinsternis 2026 in Bonn erlebt, und zwar auf der rechten Rheinseite am Stadtrand von Beuel. An einer geeigneten Stelle mit freiem Blick über das Feld und über die Stadt nach Westen hatten sich viele Menschen versammelt. Einige machten Picknick, einige lagerten einfach auf Decken. Viele hatten Campingstühle mitgebracht. Bei klarem Himmel und heißen, sommerlichen Temperaturen war das Ereignis für viele ein Fest. Ich beobachtete ein paar Menschen, die wie gebannt, mit Schutzbrillen versehen, das gesamte Himmelsschauspiel von Anfang bis Ende betrachteten und sich nicht von der Stelle rührten. Ein unwissender Beobachter hätte meinen können, hier finde eine Art Sonnenkult statt. Die untergehende Abendsonne warf lange Schatten, die an steinzeitliche Höhlenzeichnungen erinnerten



(Die Fotos sind privat und dürfen nicht verwertet werden)


Donnerstag, 6. August 2026

Frieden an der Ostsee

 

Auf meiner Reise an der Ostsee kam ich durch die alte Universitätsstadt Greifswald und durch Warnemünde.
Am Dom in Greifswald hängt das bekannte Friedensplakat mit dem Bibelwort „Schwerter zu Pflugscharen“. Und in Warnemünde kam ich mit Aktivisten der Friedensinitiative „Eine Million Stimmen für den Frieden“ ins Gespräch.
Unsere Regierung rüstet massiv auf und spricht von „Kriegstüchtigkeit“. Aktuelle Verletzungen des Völkerrechts durch die Hegemonialmacht USA und Israel seien „komplex“.
Bemerkenswert, dass es im Osten noch gegenläufige Stimmen:

Zitat:

„Machen wir Deutschland zum Friedens- und Diplomatieland Nr. 1 auf der Welt!

In einem ersten Schritt fordern wir:

Erstens, keine Lieferung von Geld, Waffen Und Rüstungsgütern in Kriegs- und Krisengebiete.

Zweitens, ein Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland.

Drittens, keine Stationierung neuer und atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Alle Atomwaffen raus aus Deutschland.

Viertens, ein Verbot von Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda in allen Presse- und Medienorganen, besonders aber in den öffentlich-rechtlichen Medien. Deutschland muss nicht „kriegstüchtig“ werden.

Fünftens, ein klares Nein, zu einer schuldenbasierten Aufrüstung und Kriegswirtschaft in unserem Land.

Sechstens, keine Agitations- Präsentations- und Werbearbeit der Bundeswehr an unseren Schulen.

Stimmen wir gemeinsam für den Frieden! Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?“  Ende des Zitats.


Samstag, 11. Juli 2026

Trainspotter



Auf meiner Radtour ging der Weg bei Linz am Rhein an der rechtsrheinischen, stark befahrenen Bahnstrecke entlang. Drei jugendliche Jungen hatten ihren Fotoapparat mit Stativ aufgebaut.

“Habt ihr hier eine Radarfalle“, fragte ich scherzhaft. Nein, sie pflegten das schöne Hobby des Trainspottings.

Es gibt viele verschiedene Typen von Zügen und Lokomotiven. Jeder vorbeifahrende Zug hat etwas Besonderes.Deshalb wird fotografiert, gefilmt und ins Internet hochgeladen.

Der niederländische Trainspotter Tim hat auf seinem YouTube- beziehungsweise Instagramkanal eine schöne Sammlung von Video-Clips ausgestellt. 

In unserer Zeit des flüchtigen Hinsehens und des oberflächlichen Wahrnehmens lohnt es sich, nach dem Prinzip der Achtsamkeit das Besondere zu suchen. Trainspotter Tim hat in seiner Sammlung auf den Pfeiftönen der Loks einen Schwerpunkt gelegt: Die Pfiffe der Loks.

Das ist wahrhaft eine Fundgrube für moderne Komponisten. Hier gibt es ungewöhnliches Tonmaterial aus der Alltagswelt. Wer weiß, wann ein Tonkünstler daraus seine besondere Sinfonie gestaltet?

Danke, Tim! Ich hatte meine besondere Freude beim Anschauen einiger historischer Dampfloks, weil sie mich an meine erste Fahrt mit der Eisenbahn in den fünfziger Jahren erinnerten.

Tip zum Googeln: Trainspotter_Tim