"Die Rückkehr des Friedens", ein allegorisches Barockgemälde aus dem 17. Jahrhundert von Rubens-Schüler Theodoor van Thulden, ist vorübergehend in Trier zu sehen. Ich war gestern dort im Landesmuseum, in der Ausstellung zu dem römischen Kaiser Marc Aurel. Das Bild soll in der Ausstellung verdeutlichen, wie stark Marc Aurels Lehre vom guten Herrschen über die Zeiten wirkte.Diese Lehre gilt bis heute zur Rechtfertigung autokratischer Macht. Der Politiker als Feldherr und Friedensbringer zugleich oder der Gewaltherrscher als Wohltäter des Staates und als Friedensfürst.
Das Bild zeigt, wie sich die Gerechtigkeit (mit dem Schwert) und der Frieden (mit dem Füllhorn des guten und reichen Lebens) vereinigen, während Engel die Waffen vernichten.
Die Ausstellung dürfte eine wahre Inspiration für alle zukünftigen Friedensnobelpreisträger sein. Selbst Touristen aus den USA sollte sie gefallen, wenn nicht das Gemälde des Holländers, dann aber gewiss die Kaiserstatue von Marc Aurel, zu dessenHerrschaftsgebiet sogar die heute russisch besetzte Krim gehörte.


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