Machen wir uns doch mal einen schönen Tag und fahren mit Bus und Bahn nach Köln und besuchen den Dom! Erst mit dem Bus, dann mit der Stadtbahn und von Siegburg mit dem Regionalexress. Normalerweise dauert die Reise nur eine gute Stunde.
Heute heißt es bahn- typisch mehrmals: „Bitte entschuldigen Sie die Verspätung.“ Kein Problem, das kennen wir und sind darauf eingestellt. Aber als wir in Siegburg im Regionalexpress sitzen und erfahren, dass wegen eines Stellwerkproblems der Zug überhaupt nicht über Messe-Deutz und Hauptbahnhof fährt, sondern südlich an Köln vorbei in den Vorort Ehrenfeld, sind wir erstaunt.
Nach einer Weile hält der Zug in Köln Süd, und viele Fahrgäste gehen zu den Türen. Aber es wird angesagt, dass es ein unplanmäßiger Halt sei. Kein Ausstieg möglich.
Weiter geht die Fahrt. Ehrenfeld müsste doch längst schon gekommen sein, denken wir und hören den Zugführer ansagen: „Meine Damen und Herren, Sie werden es bemerkt haben, wir haben leider nicht in Ehrenfeld angehalten. Bitte entschuldigen Sie das Versehen. Der nächste Halt ist Horrem“.
In Horrem warten wir auf dem Bahnsteig eine halbe Stunde auf den Zug nach Köln, der uns schließlich dort zum Hauptbahnhof bringt. Unsere Fahrt hat mehr als doppelt so lange Zeit benötigt wie normal.
Und wie klappte am Abend die Rückreise?
Es ging mit dem Regionalzug nach Koblenz, laut Plan auf Gleis 9.
Wir warten im großen Gedränge, Verspätung, Da wird der Zug angesagt: „Heute auf Gleis 8.“ Die Fahrgäste, die die Ansage verstanden haben, drehen sich sofort um und eilen zum gegenüberliegenden Gleis 8. Der Zug kommt, Einstieg, es ist rappelvoll und wir bekommen zunächst keinen Sitzplatz. Dann warten wir lange auf die Abfahrt.
Endlich kommt eine Durchsage :“Meine Damen und Herren, ich kann leider keine Telefonverbindung bekommen zur Fahrdienstleitung. Wir müssen noch warten, bis die Ausfahrt freigegeben wird.“
Endlich kommt noch einmal eine Durchsage: „Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Strecke noch nicht freigegeben werden kann. Der Fahrdienstleiter sagt, ein leerer Zug stünde auf der Strecke. Niemand wisse, wo das Personal sei.“
Später an den Haltestellen kommt es immer wieder zu kleinen Verzögerungen, weil die Fahrgäste unvernünftigerweise in den Türschranken stehen bleiben und mehrmals per Durchsage aufgefordert werden müssen, die Türen freizugeben, sonst könne der Zug nicht losfahren
Was für ein schöner Tag mit der Bahn!




