Montag, 8. Juli 2024

Nasen im Westerwald


Überall in Deutschland wird gewandert. Es gibt gut beschilderte Wanderwege allenthalben. Besonders schön ist es, wenn die Wanderstrecke durch ein Flusstal führt und ein Gewässer per Brücke zu überqueren ist. Dann stehst du auf der Brücke, dein Blick geht ins Wasser und du freust dich, wenn du ein Fischlein siehst. 

So ging es auch mir am letzten Wochenende, als ich im Westerwald im Niestertal unterwegs war und auf der neu errichteten Brücke in Helmeroth stand.

Da, Fische! - Aber das sind ja gar keine Forellen, wie es sich für einen so wild und schnell fließenden Fluss gehört!


Wie überall gibt es auch hier eine sachkundliche Informationstafel, denn der deutsche Wanderer soll alles wissen, was die Experten aus dem Gewässer- und Artenschutz, aus der Erdgeschichte oder aus der legendenreichen Heimatkunde mitzuteilen haben.


In Helmeroth sind es die Nasen, die man kennen muss. Es ist eine Fischart, die früher so reichlich vorkam, dass es geradezu schwarz wimmelte und ein Fischnetz beim ersten Beutezug schon voll war. So lesen wir. 


In neuester Zeit werden Nasen gezüchtet und in die Gewässer eingebracht. Denn sie haben die Eigenart, dass sie große Algenflächen regelrecht abweiden und dadurch Lebensraum für viele Arten schaffen und für klares Wasser sorgen.


Wer dieses schöne Öko-Spiel mit eigenen Augen sehen will, dem empfehle ich, eine Wanderung ins Niestertal und eine Pause mit Fischbeobachtung auf der neuen Brücke in Helmeroth. 


Danach weißt du: Nasen sind eben nicht einfach nur Nasen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen