Montag, 10. Juni 2024

Der Fluss schäumt - KI und Kunst in der Eifel


Der Fluss schäumt.

Ich stehe am Tor zum Nationalpark Eifel in Schleiden-Gmünd und blicke hinab auf den kleinen Fluss Urft, der hier schäumend und rauschend über ein Wehr fällt. Mitten im Ort fließt die Urft mit einem weiteren Flüsschen, der Olef, zusammen. Was für eine Idylle, denkst du. 

Fast vergessen scheint die Hochwasserkatastrophe, die hier vor drei Jahren wütete und im Ort erhebliche Zerstörungen anrichtete. Ihre Spuren sind noch deutlich sichtbar, vor allem vor einem Hotel-Restaurant im Zentrum. Es bleibt vorerst geschlossen, weil sich kein Investor findet, einen Millionenbetrag in die Renovierung zu stecken.

Was machen denn die beiden Arbeiter da an der Flussmauer? Sie tragen orangefarbene Hosen und stehen mit Gummistiefeln im Wasser. Es sieht aus wie eine Kunst-Performance, denn sie hängen Plakate mit Bildern auf. Die Bilder sind bunt und ihre Motive, wie es sich für moderne Kunst gehört, schwer zu verstehen.

Ein älterer Mann auf dem Bürgersteig ruft gelegentlich eine Anweisung hinunter: „Etwas höher, bitte. Und das dritte Bild habt ihr verkehrt rum aufgehängt. Bitte drehen!" Ich komme mit ihm ins Gespräch. 

Es ist der Kurator Jürgen A. Roder, der für diese Aktion von Kunst im öffentlichen Raum verantwortlich ist.  Schon seit einigen Jahren hängt er Bilder in den Fluss. Am 16.6.2024 eröffnet er die aktuelle Ausstellung „Kunst im Fluss2024 - KI und andere Lebewesen“. Er schenkt mir den Katalog seiner Ausstellung des letzten Jahres, den er mit feinen kunstsinnigen Betrachtungen unter dem Titel „De:construction / Re:construction“ einleitete. Ein Hölderlin-Zitat aus „Der Gang aufs Land“ ist vorausgestellt: 

„Komm! Ins Offene, Freund! Zwar glänzt ein Weniges heute

Nur herunter und eng schließet der Himmel uns ein. (…)“

Umfassend kann man sich über die Ausstellung informieren unter www.kif.jaroder.de.

Das Bild oben findet man auf Instagram. 

Gut vorstellbar, dass jemand in die Chat Bilderstellung von Bing diktiert: In Rot beherrschen die Buchstaben K und I das Bild vor einem stilisierten schwarzen Vogel. Im Hintergrund sind in Grau Konturen einer Ortschaft mit Bäumen erkennbar. - Mal sehen, was auf diese Weise durch den Prozess von Dekonstruktion und Rekonstruktion herauskommt und ob Derridas Philosophie Sinn macht.


 

Das ist das Ergebnis mit Microsoft Bing GPT-4

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