Die Polit-Prominenz hat wohl gedacht, sie könnte mit großer Fernsehbegleitung etwas gegen den tierischen Ernst der Lage tun. Aus allen Rohren hat sie das Schießen aufs Volk angefangen. Lange haben wir nicht mehr so viele erbärmliche närrische Rohrkrepierer gesehen.
In Bonn-Beuel dagegen geht es um Karneval. Bekanntlich sind hier vor genau zweihundert Jahren die Waschfrauen rebellisch geworden und sind losgezogen, ohne die damals ach so tüchtigen Männer zu feiern.
Auch in diesen Tagen wiegeln uns wieder viele beliebte Ohrwürmer auf, wie zum Beispiel der Kölner “Räuber”-Song: „Wenn et Trömmelche jeit, dann stonn mer all parat (…)
Das ist aber genau das Gegenteil von militärischem Getrommel mit kriegstüchtiger Gesinnung.
Die Waschfrauen stellen sich auf zum Straßenkarneval und feiern seinen Auftakt. Wer ihnen in die Quere kommt, wird gebützt und verliert seinen Schlips. Dann folgt der Sturm aufs Rathaus.
So sind sie. Und so lieben wir sie. Karnevalstüchtig eben.
Der Pulverkopp

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